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www.eisenbahnfreunde-buttenwiesen.de |
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Geschichte |
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Wie alles begann... Als im Jahre 1905 die Lokalbahn Mertingen - Wertingen eröffnet wurde, ahnte noch niemand, das dieses Bähnle nur 76 Jahre nach Wertingen und zurück fahren würde. Nachdem dann 1981 der letzte Personenzug und 1997 der letzte Güterzug nach Mertingen fuhr war für viele klar, das war's endgültig für die Bahn. Die volle Gewissheit kam als die Schienen 2004 aus den Zusamtal verschwanden. Zu diesen Zeitpunkt war klar, keiner würde sich in mehr als 50 Jahren an diese Strecke erinnern, wenn man nicht ein Teilabschnitt als Andenken aufbauen würde. So machten sich damals vier Leute auf den Weg, Eisenbahnschienen zu besorgen und diese an den alten Bahnhof Buttenwiesen in das noch vorhandene Schotterbett zu legen. Nachdem die ca. 20 Meter Schienen und ein Prellbock verlegt waren, lud man den zuständigen Bürgermeister ein, um die verrichtete Arbeit zu besichtigen. Als dann plötzlich von seiner Seite aus das Wort "Waggon" fiel rauchte es natürlich in unseren Köpfen........ Nun benötigten wir Unterstützung! Nach Bekanntmachung unseres Vorhabens, kamen weitere fünf begeistere Freunde zu dem "Projekt Waggon" hinzu. Nach zahlreichen Telefonaten und Besichtigungsfahrten wurden wir dann über den Güterbahnhof Augsburg, in Offingen fündig. Nachdem die ersten privaten Versuche den Tonnen schweren Waggon mit Hilfe des THW Dillingen und der Feuerwehr Buttenwiesen zu verladen gescheitert waren, entschloss man sich ein Fuhrunternehmen zu beauftragen. Als es dann mit der Firma Hölldobler aus Leipheim reibungslos geklappt hat, traf der Waggon endlich am 25. Februar 2006 in Buttenwiesen ein. Seit dem 28. Februar waren 9 junge Eisenbahnbegeisterte mit den Renovierungsarbeiten beschäftigt. Diese konnten bis zum 25. Mai innen und Ende Oktober außen größtenteils abgeschlossen werden. Da am 25 Mai 2006 die Ausstellung und Tag der offenen Tür im Eisenbahnwaggon stattfinden sollten musste ein Name für die Interessengemeinschaft her. Die "EISENBAHNFREUNDE BUTTENWIESEN" waren geboren! __________________________________________________________ Die Bahntrecke Mertingen - Wertingen Nachdem im Mai 1904, nach mehrjähriger Planung endlich mit dem Bau der Nebenstrecke Mertingen - Wertingen begonnen wurde, konnte diese feierlich am 7. Juni 1905 eröffnet werden. Die Strecke der neuen Bahnlinie nach Mertingen war 17 km lang und die Gesamtkosten betrugen 1.029.600 Mark. In den ersten Jahren war die Bahn hauptsächlich für den Gütertransport da, wie es schon bei der Planung vorgesehen war. So wurden vor allem landwirtschaftliche Produkte wie z.B. Vieh, Zuckerrüben, Kartoffeln, Mineraldünger, Kohlen, Holz.... transportiert. Für den Personenverkehr erlangte sie erst besondere Bedeutung, als in den sechziger Jahren das Schulsystem in Wertingen und im unteren Zusamtal ausgeweitet wurde und viele Schüler die Bahn als tägliches Verkehrsmittel benutzten. Aber auch viele Arbeiter, die in den neu geschaffenen Gewerbe- und Industriebetrieben ihren Arbeitsplatz hatten. Doch der Betrieb des „Bähnles“, wie es auch genannt wurde, verlief nicht immer störungsfrei. Im September 1906 entgleiste der Zug nach verlassen des Bahnhofes Lauterbach, wo wahrscheinlich ein Gegner einen Gegenstand über die Schienen gelegt hatte. Im Februar 1909 blieb es bei Reatshofen im Schnee stecken und musste mit Hilfe der Fahrgäste frei geschaufelt werden. Leider gab es auch tragische Unfälle. Im November 1907 sprang eine Frau bei der Haltestelle Vorderried aus einem Waggon noch bevor der Zug hielt, dabei wurden ihr beide Beine abgefahren. Sie verstarb am nächsten Tag. Im Jahre 1926 wurde einem 12jährigen Buben durch eine zugeschlagene Waggonschiebetüre der Kopf zerquetscht. In Lauterbach verunglückte ein Mann tödlich, als er es nicht mehr schaffte, mit seinem Kuhgespann vor dem ankommenden Zug die Gleise zu überqueren. Im Jahr 1975 wurde ein 16jähriger aus Buttenwiesen beim Bahnübergang nach Pfaffenhofen von der Lokomotive erfasst und getötet. Im Laufe der siebziger Jahre wurden immer mehr Güter mit Lastkraftwagen als mit der Bahn befördert. Somit wurde der regelmäßige Schienenverkehr bald auf die verkehrsstarken Zeiten reduziert. Aber auch für den Personentransport wurden immer mehr Busse eingesetzt, sodass sich das Bähnle immer weniger rentierte. So wurde am 29.Mai 1981 der Personenverkehr mit einer Abschiedsfahrt, an der ebenso wie bei der Eröffnung Stadtrat, Stadtkapelle und sehr viele Bürger der umliegenden Gemeinden teilnahmen, völlig eingestellt. Es blieb aber weiterhin der Gütertransport, vor allem Zuckerrüben aus dem oberen Zusamtal zur Zuckerfabrik Rain aufrecht erhalten. Nach der Einstellung des Personenverkehrs wurden die seit Jahren nicht mehr benutzten und baufällig gewordenen Bahnhofgebäude Lauterbach, Buttenwiesen und Frauenstetten abgebrochen. Nachdem am 29.Dezember 1997 der letzte Güterzug Wertingen in Richtung Mertingen verlies, hielt immer mehr die Natur Einzug über die „einstige Verbindung in die weite Welt“. Bäume, Sträucher und Gras wuchs zwischen den Schienen, Schilder wurden entwendet, die Strecke verfiel zusehenst, und wartete nur noch auf den Abbau. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde im Sommer 2003 von der Gemeinde Buttenwiesen vollzogen, als die Blinklichtanlagen und Schienen an den Bahnübergängen Unterthürheim, Pfaffenhofen und Gewerbegebiet Feldbach abgebaut wurden. Im Juni 2004 war von einem Bautrupp der DB begonnen worden, die Schienen mittels Schweißbrenner in ca.5 Meter lange Abschnitte zu durchtrennen, Anfang Juli wurde von außerhalb des Bahnhofbereiches Mertingen aus mit dem Gleisabbau begonnen, Ende September 2004 wurde Wertingen erreicht. Es wurden ca. 20.000 Schwellen verschiedenen Materials abgebaut, es fielen 2.400 Tonnen Stahlschrott an, 4.200 Arbeitsstunden waren veranschlagt. Zuletzt bleibt nur festzustellen, dass unsere Bahnstrecke mit der Strecke Nördlingen-Wemding zeitlebens eine Art Schicksalsgemeinschaft verband, von der Genehmigung im Gesetz vom 30. Juni 1900 und der gemeinsamen Bausektion, in etwa der gleichen Streckenlänge, dem Bahnbetriebswerk Nördlingen über die Einstellung des Reisezugverkehrs am 29. Mai 1981 bis zum Streckenabbau beider im Jahre 2004!! __________________________________________________________ Chronik
7. Juni 1905: Eröffnung der Lokalbahn Mertingen - Wertingen Ende 50iger Jahre Umstellung von Dampf auf Dieselloks 1958: Bau der Zuckerrübenverladerampe in Wertingen 29. Mai 1981: Letzter Personenzug nach Mertingen Juni 1981: Abriss der Bahnhöfe Frauenstetten, Buttenwiesen, Lauterbach Mitte 80iger Jahre: Großes Güteraufkommen dank Zugerrüben Wertingen Dezember 1988: Letzter Rübenzug verlässt Wertingen 1989: Abriss der Verladerampe in Wertingen 1995: Letzte Dampflok passiert Wertingen bei der Landkreisausstellung 1996: Mehrere Wiederbelebungsmaßnahmen für den Personenverkehr scheitern 29. Dezember 1997: Letzter Güterzug des Lagerhauses verlässt Wertingen 1998: Abriss des Lokschuppens in Wertingen Sommer 2003: Blinklichtanlagen an Bahnübergängen in der Gemeinde Buttenwiesen werden entfernt Juli 2004: Gleisabbau zwischen Mertingen und Wertingen Sommer 2005: Bahndammabtragungen bei Lauterbach und Buttenwiesen Herbst 2009 // teilweiser asphaltierter Bahndammumbau zum Fuß - und Radweg im Bereich Buttenwiesen Frühjahr 2010: und Frauenstetten
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